Ich sitze am Schreibtisch und drücke mich mehr – oder weniger erfolreich vor dem Abarbeiten des riesigen Papierstapels neben mir… „Och, da scroll ich doch mal kurz durch meine FB Timeline…“, denke ich und entdecke das hier:
Gedanken
Ich hab Jule Müller auf meiner ersten Goldig Eröffnung (damals in Berlin) kennengelernt. Wir kennen uns nicht wirklich gut, es gibt ein paar gemeinsame Freunde und ich folge ihr und ihren tollen Projekten auf Facebook (BLOG: Im Gegenteil). Sie ist unfassbar lustig, wie ich finde und hat obendrauf einen tollen Schreibstil (BLOG:My Magic Typewriter). Ausserdem hat sie und ihre Freundin Annelie schon vielen zur „Großen Liebe“ (BLOG: Im Gegenteil) verholfen, was ich ebenfalls Spitze finde.
Weshalb ich Jule aber am allermeisten bewundere: Sie kämpft mit einer solchen Intensität und Leidenschaft am LaGeSo für die Geflüchteten und gegen die miserablen Bedingungen dort, dass es mir so manches Mal die Tränen in die Augen treibt! Sie nimmt selbst Flüchtlinge bei sich auf, vermittelt, sammelt Spenden, hilft wo sie nur kann.
Damit ihr mal einen kleinen Einblick bekommt, hier mal ein Artikel „Wenn man müde ist vom Helfen“
Jetzt hat sie sich mit ein paar Leuten zusammengetan und zu „HelpDontHATE“ aufgerufen. Jeder kann mitmachen! Wie, das seht ihr in dem Video. Hilfe beginnt im ganz Kleinen und wenn jeder von uns ein klein Wenig abgibt, kriegen wir hoffentlich was ganz Großes hin.
Teilt bitte alle was das Zeug hält, sammelt, spendet, schenkt Liebe und bekommt welche zurück.
Hier gibt´s den direkten Spendenlink auf BETTERPLACE.org
ich zähl auf Euch!
Jule, Du rockst!
Big Love <3
Als ich heute morgen aufwache, habe ich das Gefühl, die Welt liegt unter einem dicken, grauen Schleier. Diese Schwere und Beklemmung, man kann kaum atmen…
Ich bin so unendlich traurig und fassungslos – Und ich habe Angst.
Angst vor dem Jetzt, dem Morgen – Angst vor der Zukunft. Gerade in diesem Moment bin ich froh, daß mein Junge noch zu klein ist um Fragen zu stellen. Aber eines Tages wird er und was sag ich ihm dann? Ich weiss einfach keine Antwort darauf, warum Tag für Tag Menschen losgehen, um Unschuldige zu töten – warum Menschen, die um ihr Leben kämpfen und mit letzter Kraft hier ankommen, mit so viel Hass empfangen werden…ich weiss einfach keine Antwort!
Vor zwei Tagen sagte eine Freundin zu mir „ich habe mich gegen ein Kind entschieden, weil ich nicht möchte, daß es in so einer Welt groß wird…!“ Ich will niemals meinen kleinen Buben missen, aber heute lässt mich dieser Satz nicht mehr los und ich kann sie verstehen. Wie werde ich mein Kind in dieser Welt beschützen können? Wie wird es sein, wenn er zwanzig oder dreissig Jahre alt ist? Werden wir bis dahin auch Anschläge in Berlin, Hamburg oder München miterlebt oder sogar nicht überlebt haben?
Wenn in Hamburg gestern abend so ein Anschlag verübt worden wäre, all diese Geiseln in einer Konzertlokation hier ums Leben gekommen wären, dann wär ich heute vielleicht alleinerziehende Mama. Mir wird kalt bei dem Gedanken…
Meine Anteilnahme und Mitgefühl gilt allen Betroffenen.
Hier noch ein ziemlich guter Artikel aus der ZEIT (hier klicken)
Klingt irgendwie bescheuert, aber als ich Leonie zum ersten Mal begegnete, war ich schockverknallt! Dieses unfassbar schöne Mädchen konnte auch noch irre lustig sein und so wahnsinnig dreckige Witze machen, dass selbst ich fast rote Ohren bekam … ich war geliefert! Liebe auf den ersten Blick nennt man das wohl…
Heute ist so ein Tag.
So grau und trist. War es heute überhaupt schon mal richtig hell? Jetzt fängt es gerade auch noch an zu regnen. Es ist Mitte Oktober und während ich draussen leise vor mich hinfluche, kann ich meinen Atem sehen. Es ist so kalt, dass ich mich wirklich frage, wie ich diesen Winter überstehen soll … wenn es so weitergeht wie heute, dann ertränke ich mich im Selbstmitleid!
Was in diesen Zustand noch mehr verstärkt, ist melancholische Musik! Ich hab eine Neuentdeckung: Philipp Dittberner
Lässt kleine und großen Mädchenherzen höher schlagen und macht so warm, melancholisch und traurig. Bisher dudelte hin und wieder sein Hit „Wolke 4“ im Radio mal an mir vorbei … „netter Text“ dachte ich, mehr aber auch nicht.
Heute erwischt es mich dann doch (ich dachte eigentlich, aus dem Alter wär ich jetzt mal so langsam raus). Ich sitze im Auto als ich diesen Song zum ersten Mal höre und muss mich dann doch sehr aufs Fahren konzentrieren um nicht loszuschluchzen.
Ja, genau! DAS ist Dein Leben! Ist das denn nicht auch ein tolles Leben? Klar, man kann nicht nur gute Tage haben, aber überwiegen nicht die Guten?
Wisst ihr, was ich abends im Bett mache, wenn ich einen Arschlochtag hatte? Ich zähle mindestens drei Dinge auf, die ich an diesem Tag trotzdem irgendwie schön fand:
- Der Spaziergang mit der Freundin …
- Der Lieblingssong im Radio …
- Die Umarmung meines kleinen Jungens der „Mama lieb“ sagt …
Und schon ist das Leben nicht mehr ganz so schlecht, der Tag nicht mehr so ein Arsch und das Wetter draussen gar nicht mal mehr sooo kalt…ach, ich glaub ich guck mal online was es diesen Winter für schöne Jacken gibt … meine sind nämlich (Achtung, mein UNWORT des Jahres) eingelagert!!!
life is good
<3



